Empfang > Entdeckungen Die Weinberge

"Der Honig der Biene ist auch nicht süßer: er glänzt im Glas wie ein klarer Diamant und duftet nach Rosmarin, Heidekraut und Myrrhe, von denen unsere Hügel bedeckt sind, und tanzt im Glas" ( F. Mistral - Calendal - chant III )

In Cassis wird seit der Antike Wein angebaut. Der Weinbau wird auch das gesamte Mittelalter hindurch gepflegt, wie ein Text von 1199 belegt: "Unter den zu übertragenden Gütern befindet sich auch ein mit Reben bepflanztes Grundstück in Nähe der Küste in dem Ort mit dem Flurnamen Cortina" (das heutige Corton). König René I., selbst Winzer, treibt den Weinbau nach seiner Rückkehr in die Provence 1492 voran. Unter seiner Herrschaft werden Varianten der aus Italien stammenden Muscat-Traube vor allem in Cassis eingeführt. Jedes Jahr dehnen die Bewohner von Cassis ihre Weinberge auf immer weitere Gebiete aus und am Ende des 16. Jahrhunderts finden sich in den Gemeindearchiven Weinberge in den nördlichen und östlichen Siedlungen erwähnt, die zu jenen bereits im Südosten vorhandenen hinzukamen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ist Cassis ein Weinbaugebiet par excellence, ein Gebiet, in dem die Reben bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken. Um 1865, 1870 haben die bereits von Oidium geplagten Weinstöcke von Cassis unter den verheerenden Auswirkungen des Insekts "Phylloxera vastatrix" zu leiden. Nach ihrer völligen Zerstörung dauerte es sechzig Jahre, bis die Weinberge sich wieder erholten und im 20. Jahrhundert zu neuer Blüte gelangten. 1929 erst waren die Rebstöcke mit einem Ertrag von 292 Hektolitern wieder vollständig hergestellt belegten erneut die Fläche, die sie vor dem Auftreten der Reblaus beansprucht hatten.

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